Pressestimmen |
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UNVERGESSLICHER SCHLUSSPUNKT. Der Südwestdeutsche Kammerchor [...] ist an der intensiven Auseinandersetzung gewachsen, und das nicht nur durch technische Perfektionierung: Leichtigkeit und Beweglichkeit, maximale Transparenz. Noch mehr horcht man auf bei dieser Präzision des Ausdrucks, der souverän eingesetzten Farben. Stufenlos ist jede dynamische Nuance möglich, in jedem Moment kann der Kammerchor vom intimsten Pianissimo in einen massiven Vollklang wechseln. Händel ist, was man draus macht – seine Musik will inszeniert und selbst zu einer klingenden Bühne werden. Dazu braucht es genau solche extrem polaren Tempi: Maier-Karius nahm die langsamen Sätze immer noch mal langsamer als erwartet, umgekehrt waren die schnellen Sätze forciert, aber mit ruhigem Grundpuls dirigiert. [...] Großartig war vor allem der zweite Teil mit Passion und Kreuzigung. Mit schneidender Kälte fuhr das Vokalensemble in den Spottchor „He trusted in God“ hinein, blendete auf dem Höhepunkt den gehaltenen Akkord grell auf. [...] Über zweieinhalb Stunden musizierten Chor und Orchester spannungsvoll, konzentriert, sorgfältig. [...] Das Schluss-Amen setzte hinter die neun Jahre einen unvergesslichen Punkt. S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t . 1 5 . 1 2 . 2 0 0 9 . N e c k a r - C h r o n i k . 1 4 . 1 2 . 2 0 0 9 . |
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PURES LICHT. Die 35 Sänger(innen) bestachen einmal mehr durch ihre durchsichtige klare Intonation und minutiöse Artikulation – besonders die Frauenstimmen: Der Sopran mit reiner Strahlkraft, der Alt durchsetzungsfähig und deutlich herausgearbeitet. [...] Eine seidige Klangsinnlichkeit, ein Strömen- und Geschehenlassen: So waren bei Josquin [de Prez ...] verhangene Vokalklänge wie von Zinken zu hören [...]. Pures Licht dagegen in Erik Whitacres „Lux aurumque“ (2000), gleißende Brechungen und Überblendungen, ein übervolles Prisma kostbarer Schliff-Facetten. S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t . 1 4 . 0 7 . 2 0 0 9 : |
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HÄNDEL WIE NEU. Perfekt gelang die Abstimmung zwischen Chor und Orchester [...]. So also kann man Werke von Händel [...] auch interpretieren; ohne Dröhnen, ohne Kraftmeierei, im Geist der britischen Chortradition. Hier schon wollte sich Beifall regen [...], stärker noch nach der schier ideal geglückten, weil in allen Partien detailverliebt-stimmigen Interpretation der drei Vesperpsalmen [...]. Das Hauptwerk des Abends am Schluss, das wundervolle (jedenfalls in dieser Interpretation), selten zu hörende Utrecht Te Deum [...]. S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t . 2 8 . 0 4 . 2 0 0 9 . |
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FEIER DER HARMONIE. Die rund 900 Zuhörer in der Stiftskirche erlebten eine über zweistündige Feier der Harmonie, der Auflösung jeder Dissonanz. [...] Perfekt durchleuchtet waren die Chorsätze am Sonntag, auch im doppelchörigen Wechsel behielt jede Chorstimme ihre eigene, charakteristische Farbe. [...] Hier entwickelte der Südwestdeutsche Kammerchor noch einmal ganz andere, unerhörte Farben: Kantig, markant schmetterte das cholerische „Shake the dome“. Einer der größten Momente gelang mit dem melancholischen Trauerchor „Draw the tear“, ein Anschwellen und Verblassen, ein schwereloses Dahingleiten, in das die Ahnung des Todes hereinbricht. Der Schlusschor feierte noch einmal die menschliche Stimme mit einem wahren Vokalkonzert. Fast zehn Minuten Applaus und StandingOvations. S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t . 1 8 . 1 1 . 2 0 0 8 . |
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BERÜCKEND KLANGSCHÖN. Meisterlich gestalteten die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Rolf Maier-Karius die Leider von Brahms. Sie riskierten hauchfeines Pianissimo, das immer hörbar, immer klangstabil blieb, und sie luden die „Waldesnacht“ mit einer gewissen Leidenschaftlichkeit auf [...]. S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t . 0 8 . 0 7 . 2 0 0 8 . Der Chor unter Leitung von Rolf Maier-Karius schöpfte genauso üppig wie diszipliniert aus der Fülle des dunkel kolorierten Pathos, formte dezent und deutlich den filigranen Gefühlsreichtum aus, beherrschte den dramatischen Ausdruck genauso bravourös wie das sanfte Sehnen. Souverän meisterten sie Distlers herbe, empfindungsstarke Tonsprache mit seinen tonalen und rhythmischen Freiheiten, sodass die Vertonung „Der Feuerreiter“ nach Mörikes „Maler Nolten“ zu einem Glanzstück des Konzerts wurde. R e u t l i n g e r G e n e r a l a n z e i g e r . 0 8 . 0 7 . 2 0 0 8 |
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LUPENREINE TRANSPARENZ. [Die] Bach-Interpretation [… setzte] ganz neue Akzente. Der Eingangschor nicht wie oft ein polterndes Schreckensgemälde, kein Aufschrei aus der Tiefe, sondern ein entrückter Bitt- und Klagechor. […] Bei den Chorälen und Chorsätzen bestach der Südwestdeutsche Kammerchor durch lupenreine Transparenz und dynamische Differenzierung bis ins feinste Pianissimo. S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t . 1 8 . 0 3 . 2 0 0 8 . |
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HOCHKARÄTIGES ENSEMBLE. Der Südwestdeutsche Kammerchor präsentierte sich in allen Stimmregistern als ein auf höchstem Niveau singendes Ensemble. [...] Man wird kaum schönere Pianissimo hören und selten solche fast eruptive Steigerungen ins Fortissimo. Immer transparent und mit sicherem Gefühl für Agogik spielte der Dirigent mit dem Chor, als wäre er ein Instrument. Man kann Tübingen nur beglückwünschen, ein solch hochkarätiges Ensemble zu haben. S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t . 1 0 . 1 2 . 2 0 0 7 . |
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VORZÜGLICHE GESANGSLEISTUNGEN. Chorleiter Rolf Maier-Karius unterlag nicht der Versuchung, ein Oratorium dirigieren zu wollen [...], sondern er interpretierte den händelschen Saul wie er in der Partitur steht, als Oper. Maier-Karius hielt die Handlung einerseits im Griff und vollführte trotzdem eine vollendete Balance zwischen klaren dirigentischen Angaben und einer größtmöglichen Musizierfreudigkeit seines Ensembles. [...] Die Protagonisten [...] dankten es ihm mit vorzüglichen Gesangsleistungen von einer Qualität, wie sie selten zu hören ist. [...] S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t . 1 5 . 1 1 . 2 0 0 7 . |
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ASTRALES HÖRERLEBNIS. Dieser Chor brachte das gesamte Kirchenschiff regelrecht zum Klingen. […] Einen glanzvolleren Auftakt des Jubiläumsjahres hätte der Förderverein wohl kaum wählen können. H e c h i n g e r Z e i t u n g .
2 3 . 0 4 . 2 0 0 7 . R e u t l i n g e r
G e n e r a l - A n z e i g e r . 2 7 . 0 3 . 2 0 0 7 . S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t .
2 6 . 0 3 . 2 0 0 7 . |
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VITALES WEIHNACHTSORATORIUM. Die Zuhörer erlebten ein vitales Weihnachtsoratorium, spannungsreich in seiner energetischen Agogik. […] Schön kommunizierten die Musiker untereinander. Der Südwestdeutsche Kammerchor achtete auf textkritische und aufführungspraktische Genauigkeit, ausgewogen war die Balance von Artikulation und Klanggebung. […] Bei den Chorälen hoben sie die oft vernachlässigten Unterstimmen hervor. S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t .
1 9 . 1 2 . 2 0 0 6 . S c h w ä b i s c h e Z e i t u n g . 1 8 . 1 2 . 2 0 0 6 . |
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STERNSTUNDE. Bei der Aufführung […] arbeitete Dirigent Rolf Maier-Karius den Textausdruck konzentriert und lebendig heraus. […] Wieder einmal empfahl sich der Chor mit seiner typisch schlanken Tongebung und hell getupftem Zwerchfell-Staccato als meisterlich geschultes Vokalensemble. S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t .
2 5 . 1 0 . 2 0 0 6 . Z o l l e r n - A l b - K u r i e r .
2 4 . 1 0 . 2 0 0 6 . S ü d w e s t - P r e s s e .
2 4 . 1 0 . 2 0 0 6 . S c h w ä b i s c h e r B o t e . 2 3 . 1 0 . 2 0 0 6 . |
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SANFT UND GEFÜHLVOLL, Schwebend erklomm Mendelssohns „O Täler weit, o Höhen“ die Fassaden rings des Tübinger Holzmarkts. Die sonntäglichen Passanten hielten inne, scharten sich um den Brunnen und lauschten andächtig den Klängen des Südwestdeutschen Kammerchors unter der Leitung von Rolf Maier-Karius: Ein stimmungsvolles Platzkonzert anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens. Eine gelungene Kombination, Gedichte von Uhland, Mörike und Kerner im Wechsel mit romantischer Chormusik von Silcher und Brahms. Die Sänger des Kammerchors ließen sich von der Tiefe des Platzes nicht zu übermäßiger Lautstärke hinreißen, sanft und gefühlvoll, dennoch wohl akzentuiert klang das gut einstündige Programm. Höhepunkte waren die anspruchsvolleren Brahms-Stücke. So begeisterte „Fahr wohl“ durch seine Klangvielfalt und dynamische Ausarbeitung. S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t . 2 0 . 0 6 . 0 6 . |
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EIN GROSSER WURF. Es war ein Abend voller Glanzlichter. Fünf Minuten lang feierten rund 450 Zuhörer Rolf Maier-Karius und seinen Südwestdeutschen Kammerchor. […] Zum 25-Jahr-Jubiläumskonzert hatte sich der Chor im Gegensatz zu den sonstigen Mammutoratorien ein chorisch recht entspanntes Händel-Werk ausgesucht: die bukolische Mini-Oper „Acis und Galatea“. In den wenigen Rahmenchören gab es dennoch Gelegenheit, seine ganze Kunst zu zeigen: das für den Südwestdeutschen Kammerchor typische, locker geführte Staccato, seine schlanke, präzise Artikulation und lupenreines A-cappella. […] Die Aufführung war
ein großer
Wurf: frappierend das professionelle Niveau, die makellose Akribie der
Durcharbeitung – historische Aufführungspraxis vom Feinsten. […]
Die Vitalität
verdankte sich nicht zuletzt Maier-Karius’ feurig engagiertem Dirigat.
Ein
Bonbon gleich in der Eingangs-Sinfonia: Selten ist man als Zuhörer
bei einem
Trugschluss derart aufs harmonische Glatteis geführt worden…
Denselben
bemerkenswerten Mut zum Wagnis bewiesen Dirigent und Orchester bei der
Konzert-Einlage – nach Händelschem Vorbild in der Mitte des Werks.
Im Largo von
Vivaldis Concerto Es-Dur (RV 158) schoben sich herbe Sekundreibungen in
die
Haltetöne der Solo-Violine (Annette Schäfer). Die bewusste
Entscheidung, solche
Dissonanzen nicht beiläufig als Durchgang abzuschwächen,
sondern sie gerade
herauszustellen, entsprach dem ganz Besonderen dieser Aufführung. S c h w ä b i s c h e
s T a g b l a t t . 1 7 . 0 6 . 0 6 . R e u t l i n g e r G e n e r a l a n z e i g e r . 1 7 . 0 6 . 0 6 . |
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ERLESENE STIMMKULTUR. Zwei doppelchörige Bach-Motetten rahmten das kunstvoll spiegelbildlich angelegte Programm. […] Bis ins kleinste Detail verfeinert war die Artikulation, dabei immer klangvoll und rhythmisch haargenau aufeinander gehört. Rolf Maier-Karius modellierte Phrasierung und Ausdruck mit nuanciertesten Dirigierbewegungen. Diese erlesene Stimmkultur sicherte in Bachs „Komm, Jesu, komm“ jedem sehnsuchtsvollen Seufzen ein vollendetes Legato, ließ jede Phrase rund ausschwingen. Bachs „Singet dem Herrn ein neues Lied“ glänzte durch klare Chorkoloraturen. […] Noch fließender und samtiger wurde der Klang bei Rachmaninow […] Schön war hier die Klangdramaturgie, noch weiter gesteigert in einem der berührendsten Höhepunkte der Konzertstunde: Die sakral schimmernden Reibungsklänge in Lauridsens „O magnum mysterium“ wurden immer wieder von Durchgangsdissonanzen wie von Lichtreflexen durchschnitten. Besonders hervorzuheben ist neben der Leistung, ein A-cappella-Programm derart intensiv und intonationssicher aufzuführen, die souveräne Interpretation von Pärts sprödem „Magnificat“ mit seinen angereicherten Strebenklängen. … S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t . 6 . 1 2 . 0 5 . |
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SCHLICHTWEG "GROSS". … Nur von wenigen solistischen Auftritten unterbrochen, besteht das zweiteilige Oratorium weitgehend aus Chorpassagen […]. Der Chor als Volk Israel ist Protagonist des Geschehens. So hatte sich der Südwestdeutsche Kammerchor Tübingen unter Rolf Maier-Karius mit diesem Projekt Großes vorgenommen. Und tatsächlich war die Aufführung am vergangenen Sonntag in der Stiftskirche schlichtweg „groß“, voll großer Momente. Konstant hoch ist seit ihrem Beginn 2001 das Niveau von Maier-Karius’ Händel-Aufführungen in der tour d’horizon „Händel 2009“ – aber mit diesem akribisch bis ins letzte Detail durchgearbeiteten Auszug aus Ägypten wuchsen Südwestdeutscher Kammerchor und Concerto Tübingen unter der ausgezeichneten Konzertmeisterin Annette Schäfer weit über sich hinaus. In zwei Stunden Konzertdauer entwickelten die 40 Chorist(inn)en eine ausgefeilte Wendigkeit im Ausdruck: Von einer Chornummer zur nächsten wechselt die Stimmung oft ins Gegenteil – gerade noch bricht die ägyptische Finsternis als verdichtete Nachtmusik herein, der Chor verströmt einen bleischwer „hypnotisierten“ Klang, gleich darauf berichten sie in erschüttert hervorgestoßenen Akkordblöcken vom Mord an den Erstgeborenen, um sofort wieder sanft und friedlich vom guten Hirten behütet zu werden. Neben dieser enormen Ausdruckskraft […] bestachen locker-präzise Chorkoloraturen, sowie der intonatorisch reine und stimmlich ausbalancierte Chorklang durch das gesamte dynamische Spektrum hindurch. […] Maier-Karius führte zentrierend und suggestiv, mit lebhaftem Engagement. … S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t . 2 7 . 1 0 . 0 5 . |
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BERÜHREND SCHÖN. … Tatsächlich hatte man den Eindruck, das Gotteshaus sei bis unter die Schlusssteine des Gewölbes mit Musik angefüllt gewesen […] Die klaren, teilweise achtstimmigen Chöre flößten Ehrfurcht ein und vermittelten das Gefühl einer inbrünstigen Frömmigkeit, wie sie in der frühen Neuzeit geherrscht haben mag. […] Die Zuhörer waren begeistert […]: Als der letzte Ton verklungen war, herrschte andächtige Stille. […] Einen glanzvolleren Auftakt hätte das Kirchenpatrozinium […] kaum finden können. Schwarzwälder Bote.
27.06.05. … Als Ordinariumsvertonung hatte der Leiter des Chores, Rolf Maier-Karius, einen Klassiker gewählt; […]die Missa Papae Marcelli gilt seit Jahrhunderten als ideale Verbindung von Polyphonie und Textverständlichkeit. […] Dazu erklangen – quasi als Proprium eingewoben – Kompositionen des 20. Jahrhunderts. Der Chor demonstrierte eindringlich, dass Alt und Neu keine Gegensätze sein müssen […]. Rolf Maier-Karius hat sich ein Ensemble geschaffen, das klanglich bestens disponiert war und 75 Minuten Chormusik auf höchstem Niveau zelebrierte. Die 31 Mitglieder des Chores bestachen von Anfang an durch makellose Intonation und eine beinahe grenzenlose dynamische Bandbreite. Ob es darum ging, das polyphone Geflecht der Vertonung Palestrinas nachzuzeichnen oder den komplexen harmonischen Strukturen der modernen Werke gerecht zu werden, ob im Unisono der Choralzitate oder im 8-stimmigen, mächtigen Chorklang, ob in schwindelnder Höhe oder extremer Tiefe: Geradezu mühelos bewältigte der Chor alle Anforderungen und folgte den sparsamen, aber präzisen Anweisungen seines Leiters. Die Musiker schlugen das Publikum so in ihren Bann, dass am Ende des Konzertes lange Zeit eindrucksvolles Schweigen herrschte, ehe wohlverdienter Beifall gespendet wurde. … Wolfgang Hausmann, Esslingen. 13.06.05. Rolf Maier-Karius und sein Südwestdeutscher Kammerchor, denen schon viele meisterliche Aufführungen zu verdanken sind, hatten sich Palestrinas wegweisenden Werkes angenommen und boten eine in jeder Hinsicht ebenso repräsentative wie auch klanglich völlig einheitliche Darstellung. Bewunderung verdienten der gleichmäßige Fluss der Linien ebenso wie die Ausgewogenheit der harmonischen Beziehungen. Schwäbisches Tagblatt. 11.04.05. Eindrucksvolle Werke zeitgenössischer Komponisten, die bei den Zuhörern großen Eindruck hinterließen stammten von Vagn Holmboe [...] oder Morten Lauridsen [...]. Außergewöhnliche Klänge lieferte das achtstimmige Chorwerk „Benedictio“ des estnischen Komponisten Urmas Sisask [...]. Der Südwestdeutsche Kammerchor interpretierte die Schlichtheit der Komposition Sisasks berührend schön. Mit der stark rhythmisierten, totalen Harmonik und den Schichtklängen gelang dem Chor ein beeindruckender Abschluss des Konzerts, das dieser mit seinen glasklaren Frauen- und warmen, abgerundeten Männerstimmen zu einem grandiosen Erlebnis werden ließ. Sauber intoniert und mit innigem Ausdruck ergriff das Ensemble mit seinem Gesang und seiner Musik die Zuhörer. Reutlinger Nachrichten. 23.03.05. Palestrinas Messe sangen die 28 Sängerinnen und
Sänger sehr gerade, gleichzeitig verinnerlicht. Die
fließende Melodie erklang ohne Anflug falscher Emotion, im besten
Sinne zurückhaltend, ganz auf die überdimensionale
Klangwirkung hin gerichtet... Die beiden Vertonungen des „Ubi
Caritas et amor“ des französischen Komponisten Maurice
Duruflé (1902-1986) und des amerikanischen Chorspezialisten
Morton Lauridsen (* 1943) erklangen schwingend, gleichsam immateriell
vergeistigt. Im [...] „Benedicite Domino“ des Dänen
Vagn Holmboe (1909-1996) trat der charakteristisch helle Ton des
Ensembles besonders nachdrücklich hervor. Eklektizistisch
schließlich die sich langsam steigernde „Benedictio“
des estnischen Komponisten Urmas Sisask (1960), die der Chor
präzise und voll Innerlichkeit sang. R e u t l i n g e r G e n e r a l a n z e i g e r . 2 2 . 0 3 . 0 5 . |
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HOHE SCHULE DES CHORGESANGS. Der Kooperation des Chorleiters Rolf
Maier-Karius mit dem Germanisten (und Mitsänger) Thomas Kopfermann
ist zu danken, dass sich [...] ein plastischer und nachwirkender
Mörike-Eindruck entwickeln konnte. [...] So war es für den
Südwestdeutschen Kammerchor Tübingen möglich, seine
besonderen Qualitäten zu entfalten: Der Klangkörper setzte
die Vorstellungen seines Dirigenten flexibel um, blieb in spontanen
oder extremen Anforderungen homogen und deklamierte vorbildlich in der
nicht gerade einfachen Akustik des Schlosshofes.... S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t . 1 3 . 0 7 . 0 4 . ... Rolf Maier-Karius hatte die Chöre aufs sorgfältigste einstudiert, jede Feinheit [...] herausgearbeitet. Die empfindsamen, romantischen [...] Sätze Rheinbergers, die sachte Klangintensität Bruchs, die auffallend schlichten Kompositionen Distlers und den leuchtenden Stil Genzmers erfüllte der Chor mit Perfektion. [...] Mörike als hohe Schule des Chorgesangs – gewiss ein Glanzpunkt im an Höhepunkten so reichen Jubiläumsjahr. R e u t l i n g e r G e n e r a l a n z e i g e r . 1 3 . 0 7 . 0 4 . |
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WENDIG. Gut durchgearbeitet zeigten sich die Stimmen der 32 Sänger(innen) des Kammerchors: wendig, bei aller Chromatik immer sicher, rhythmisch scharf geschnitten, optimal artikuliert und abphrasiert. S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t . 2 . 1 2 . 0 3 . |
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AUFS FEINSTE DURCHGEARBEITET. Ohne „stützendes” Orchester, und ohne die „Atempausen“, die das Oratorium Sängerinnen und Sängern gönnt, gestaltet das Ensemble ein aufs Feinste durchgearbeitetes A-cappella-Programm, das mit den schönsten Advents- und Weihnachtsliedersätzen sowie vier- bis achtstimmigen Motetten aus dem 16. bis 19. Jahrhundert weihnachtliche Vorfreude zum Klingen bringt. R h e i n - N e c k a r - Z e i t u n g H e i d e l b e r g . 6 . 1 2 . 0 2 . |
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CHOR ÜBERTRAF DIE HOHEN ERWARTUNGEN. Imponierend verwirklichten er (Rolf Maier-Karius) und die Mitwirkenden ... den dritten Teil des Unternehmens (Projekt „Händel 2009“) mit der Trauerkantate für Queen Caroline „The ways of Zion“ und der Psalmvertonung „Dixit Dominus“. Der als einer der besten in der Region geltende Chor übertraf die hohen Erwartungen. [...] Insgesamt: Besser geht’s kaum. [...] Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Beifall, teils zusätzlich mit lärmendem Trampel-Applaus, wie er in einer Kirche vielleicht nicht statthaft, nach derart brillianten Interpretationen aber wohl verzeihlich ist. S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t . 1 3 . 1 1 . 0 2 . |
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ALLE TUGENDEN DER GESANGSKULTUR. Der Ausdruck der Affekte und die Schönheit der Sprache kamen durch die deutliche Aussprache und die überzeugende, am Text orientierte Gestaltung der Madrigale von Schütz besonders gut zum Tragen. [...] Der in allen Stimmen hervorragend besetzte Südwestdeutsche Kammerchor hat sich alle Tugenden der Gesangskultur zu Eigen gemacht: deutliche Aussprache, feine Führung der Melodielinien und genaue dynamische Differenzierung. S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t . 1 6 . 0 7 . 0 2 . |
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UNBESTECHLICHER FORMGESTALTER. Die 27 Sängerinnen und Sänger gaben den Kompositionen von Monteverdi und Lasso trotz der holzschnittartigen Vorgaben einen beinahe tänzerischen Charakter. Hinzu kam eine sorgfältig ausgefeilte Dynamik, die deutlich romantischen Charakter bewies. Rolf Maier-Karius zeigte sich deutlich als unbestechlicher Formgestalter, weit weg vom gleichförmigen Taktieren. R u n d s c h a u G a i l d o r f . 2 7 . 0 3 . 0 2 . |
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KAMMERMUSIKALISCH-LUFTIGE LEICHTIGKEIT. Rolf Maier-Karius hat am Sonntag mit
seinem Südwestdeutschen Kammerchor dem monumentalen, kolossalen
Jubelwerk eine neue, kammermusikalisch-luftige Leichtigkeit gegeben,
die den schlank gehaltenen Chorstimmen Beweglichkeit und saubere
Artikulation sicherte. Einige Chorpassagen hatte Maier-Karius
zurück genommen hin zu einem angehauchten Klang, [...]. Aber auch
den gellenden Spott des Volks und das majestätisch breite
Schluss-Amen schuf der Chor organisch aus seinem reflektiert
eingesetzten Kraftpotential. S c h w ä b i s c h e s T a g b l a t t . 1 1 . 1 2 . 0 1 . |
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BERUFENER VOKALER MITTLER. ERLESEN SCHÖN. Nun hat Karl Michael Komma .... für sein „Requiem“ auch den berufenen vokalen Mittler gefunden: den Südwestdeutschen Kammerchor Tübingen. Er singt dieses Werk unter Rolf Maier-Karius technisch mühelos - was in diesem Fall sehr viel heißt - und so fein eingestellt auf dessen Eindringlichkeit in Linie und Ton, in Sprache, Klang und Rhythmus, dass man von der Luzidität und der thanatologischen Aura dieser Wiedergabe zutiefst getroffen wurde. ...der Chor ist in alldem erlesen schön und genau und mit wundersamer innerer Polyphonie auf Kommas Musik eingegangen. R e u t l i n g e r G e n e r a l a n z e i g e r . 2 1 . 1 1 . 0 0 . |
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STERNSTUNDE DES CHORGESANGS. Es war eine Sternstunde des Chorgesangs und wohl der Höhepunkt der Bergkonzerte im Jahr 2001: Das Konzert des Südwestdeutschen Kammerchors Tübingen am Sonntagabend. Schon bei den ersten Tönen der Motette „Komm, Jesu, komm“ von J.S. Bach gab es eine Klangfülle, die schöner nicht mehr sein kann. Lebendig und edel die vierstimmige Aria bis zum Schlussakkord. Rolf Maier-Karius hat seinen Chor bestens geschult, formte Dynamik und Ausdruck im Augenblick des Musizierens durch zum Teil weit ausholende Gestaltungsgesten. Im über eine Stunde dauernden Programm zeigten die Sänger keine Ermüdungserscheinung. Auch extreme Lagen im Sopran und Tenor klangen mühelos. H e c h i n g e r B o t e . 2 6 . 0 9 . 0 0 . |